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  • annentabea

Nervensache! Tipps zum Umgang mit Stress...

Aktualisiert: 9. März

Vielleicht hast du es ja intuitiv schon einmal gemacht, in einer Situation, die schwer auszuhalten war und deine Nerven blank lagen. Um die Kontrolle über dich nicht komplett zu verlieren, hast du einige Male tief durchgeatmet und hast dich - erstaunlicherweise - danach etwas besser gefühlt. So erstaunlich ist das aber gar nicht, wenn man versteht, was dabei im Körper vor sich geht.



Wenn wir gestresst sind, aktiviert unser Körper das sympathische Nervensystem, das uns in einen Kampf- oder Fluchtmodus versetzt. Alle lebensnotwendigen Körperfunktionen laufen dann auf Hochtouren und Stresshormone sorgen dafür, dass der Organismus mit genug Energie versorgt wird, um die Situation bewältigen zu können. Für akuten Stress sind diese Vorgänge notwendig und haben uns über die Jahrtausende das Überleben ermöglicht. Heute sieht es in den meisten Fällen aber etwas anders aus: es ist meist Dauerstress, dem wir ausgesetzt sind.

Die hohen Anforderungen die wir an uns selbst haben, spiegeln sich oft im Leistungsdruck von Aussen. Beides ist ein Teil unserer Gesellschaftsnorm und formt so die Art und Weise, wie wir unser Leben leben.


Werden wir uns aber bewusst, dass uns dieser schnelllebige Zustand auf Dauer nicht gut tut, ist es zwar eine grosse Herausforderung, alte Muster und Gewohnheiten zu ändern. Die Anforderungen von Aussen bleiben meist bestehen, weshalb es auch gar nicht möglich ist, aus allem auszubrechen, was den Stresspegel erhöht. Um sein Leben zu entschleunigen und so zu gestalten, dass es grundsätzlich entspannt ist, braucht es viel Einsicht, Wille und Zeit.


Die gute Nachricht ist aber, dass man schon im Kleinen etwas bewirken kann und in Situationen, in denen der Stress überhand nimmt, etwas dagegen unternehmen kann. Die Hauptrolle dabei spielt der Vagusnerv. Er gehört zum parasympathischen Nervensystem, welches als Gegenspieler des sympathischen Nervensystems wirkt.


Der Vagusnerv ist der längste Nerv im Körper und erstreckt sich vom Gehirn durch den Hals bis zum Bauchbereich. Er beeinflusst verschiedene Körperfunktionen, darunter die Atmung, den Herzschlag und die Verdauung. Indem man den Vagusnerv stimuliert, aktiviert man das parasympathische Nervensystem und kann so beeinflussen, dass Stress abgebaut und Körper und Geist wieder in Balance gebracht werden.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Aktivität des Vagusnervs zu erhöhen und somit in Situationen, in denen man stark gestresst ist, kurz etwas ruhiger zu werden.

Dazu gehören beispielsweise Atemübungen, welche die Aktivität des Vagusnervs erhöhen, indem sie entsprechende Nervenrezeptoren beeinflussen. Am bekanntesten ist die 4:6 - Atmung: man atmet bewusst über 4 Sekunden ein, hält den Atem dann kurz an, bevor man langsam über 6 Sekunden wieder ausatmet.

Auch Yoga und Meditation können helfen, die Aktivität des Vagusnervs zu steigern. Und eine weitere schöne Möglichkeit, um Stress zu reduzieren, ist das Singen, Summen und auch das Lachen. Dabei werden bestimmte Vokale, Vibrationen und Töne erzeugt, die den Vagusnerv stimulieren und aktivieren.


Indem wir uns stressige Situationen bewusst machen und uns, um ihnen entgegenzuwirken auch regelmäßig um unsere Entspannung kümmern, können wir unserer Gesundheit mit wenig Aufwand oder sogar auch Spass sehr viel Gutes tun!


Im Rahmen einer naturheilkundlichen Behandlung unterstütze ich dich bei Bedarf sehr gerne dabei, deinen Stress besser handeln und reduzieren zu können.







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